So wirst du ein großartiger Host

Ein einfacher Leitfaden, um Treffen sicher, inklusiv und voller Flow zu gestalten.

Hosting heißt nicht, alles perfekt zu planen. Es heißt: einen Rahmen schaffen, in dem Menschen sich wohlfühlen, sich begegnen und voneinander lernen.
Das Schöne: Du musst keine Profi-Moderator:in sein. Ein paar einfache Prinzipien reichen, damit alle eine gute Zeit haben.


Der gemeinsame Start

Stelle durch einen Blick  in die App sicher, dass alle anwesenden Teilnehmer:innen den Check-In vollzogen haben und du es mit den Personen zu tun hast, als die sie sich in der App ausgegeben haben. Diese Verifizierung dient der Sicherheit der Gemeinschaft

  • Beginne pünktlich – wer zu spät kommt, verpasst einfach den Einstieg.
  • Frag zu Beginn: „Habt ihr unseren Code of Conduct gelesen?“
  • → Wer noch nicht, bekommt die Chance, das kurz nachzuholen.
  • Wer dies verweigert, muss leider gehen. Bleib an dieser Stelle streng. Nur klare Regeln und Werte schaffen einen sicheren Rahmen.
  • Warum? Ein gemeinsames Alignment gleich zu Beginn sorgt für Sicherheit und ein respektvolles Miteinander.

Die Begrüßungsrunde

Mach’s simpel: Jede:r stellt sich mit Vornamen vor und beantwortet drei kurze Fragen:

  1. Was sind meine Erwartungen für heute?
  2. Was bring ich mit? Wobei könnte ich helfen?
  3. Was würde mich freuen? Wobei könnte ich Hilfe gebrauchen?

So entsteht ein vorrübergehendes „Who-knows-what“-Netzwerk und wir können einander gut helfen.

Alle wissen danach: Wen kann ich ansprechen? Wer braucht Unterstützung? Was sind die Erwartungen.


Grundbedürfnisse beachten

Ein gutes Treffen scheitert oft nicht am Inhalt, sondern an Basics. Frag dich vorher:

  • Gibt es Zugang zu Toiletten?
  • Ist Wasser da?
  • Brauchen wir Snacks oder Musik im Hintergrund?
  • Bei längeren Abenteuern: Schlafplatz oder Dach über dem Kopf?

Kultur Schaffen

  • Fehler sind okay. Jede:r darf lernen.
  • Beziehungen > Recht haben. Lieber freundlich nachgeben, als die Stimmung ruinieren.
  • Respektvolle Kommunikation. Alle per „Du“, keine Hierarchien, keine Diskriminierung.

Der gemeinsame Abschluss

  • Finde einen klaren Schlussmoment (z. B. kurzes Dankeschön-Ritual).
  • Nutze das gerne für den Check-Out in der App und ggf. das Schießen eines gemeinsamen Erinnerungsfotos.
  • So wissen alle: „Das war’s für heute“ und die Runde wirkt vollständig.

Warum funktioniert das?

Unsere Treffen sind so gestaltet, dass sie drei wichtige Grundbedürfnisse erfüllen. Diese nennt man in der Psychologie die Self-Determination Theory – sie beschreibt, was Menschen brauchen, um sich wohlzufühlen und motiviert zu sein

Kompetenz

Jeder Mensch soll erleben: „Ich kann etwas beitragen.“
Ob mit einer Idee, einem Vorschlag oder einfach durch Zuhören – jeder Beitrag zählt und macht das Treffen wertvoll.

Autonomie

Niemand wird bevormundet. Jede:r entscheidet frei, woran er oder sie teilnehmen möchte und wie. So bleibt Platz für Eigeninitiative und eigene Entscheidungen.

Zugehörigkeit

Echte Verbindungen entstehen, wenn wir uns kennenlernen und respektvoll miteinander umgehen. Das Gefühl, Teil einer Gruppe zu sein, gibt Sicherheit und macht die Treffen besonders.

So schaffen wir Räume, in denen Menschen mitgestalten, frei entscheiden und sich verbunden fühlen – die besten Voraussetzungen, damit Treffen gelingen.